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Diana - Das Porträt
Sie war in Prinz Andrew verliebt
Quelle: Bild
Im Alter von
neun Jahren kam Diana auf das Internat Riddlesworth Hall bei
Thetford in Norfolk. Wie sie selbst sagte, fühlte sie sich
zunächst abgeschoben, denn in der ersten Zeit nach der Scheidung
hatte sie „viel damit zu tun, mich um meinen Vater zu kümmern,
und dann wurde mir plötzlich klar, dass ich fort sollte“.
Aber in
Riddlesworth Hall herrschte ein familiäres Klima, und Miss
Elizabeth Ridsdale, die damalige Schulleiterin, war ein
mütterlicher Typ. Später sagte Diana, ihre Zeit dort sei
„fantastisch“ gewesen. Elizabeth Ridsdale bemerkte dazu: „Sie
hat sich zu einem bezaubernden Menschen entwickelt. Ich bin
stolz auf sie.“
Reverend
Reginald Sweet, Lateinlehrer und Kaplan, erinnert sich: „Ein
großartiges Mädchen. Wir fingen praktisch gleichzeitig dort
an. Ich trat im Juli/August 1969 meine Stelle an, und kurz
darauf kam sie. Zu Anfang wirkte sie traurig und einsam, vor
allem zur Schlafenszeit, weil die Trennung ihrer Eltern eine
ziemlich traumatische Erfahrung für sie gewesen war. Aber
Miss Ridsdale nahm sie sofort unter ihre Fittiche, erklärte
uns, was Diana gerade durchmachte, und bat uns, darauf zu
achten, dass es ihr gut ging. Jedenfalls hat sie sich rasch
eingelebt. Schon im ersten Jahr fiel uns auf, dass sie
anfing, sich um andere Mädchen aus ihrer Klasse zu kümmern.“
„Es war eine
sehr anheimelnde kleine Schule“, sagte Reverend Sweet. „Man
hat die Schüler also sehr gut kennen gelernt. Und Diana
gehörte zu den Schülerinnen, die mir lebhaft in Erinnerung
geblieben sind.
Am ersten Tag,
als ich zum Unterricht in die Klasse kam, fragte eine
Schülerin: ‚Mr. Sweet, wissen Sie, wer Diana ist? Ich
erwiderte: ‚Was meinst du damit?‘ Und sie sagte: ‚Sie ist
eine Honourable.‘ Da musste ich sie enttäuschen. ‚Mir ist es
gleich, ob sie eine Honourable ist oder nicht, für mich ist
sie Diana.‘ Aber offensichtlich wussten ihre
Mitschülerinnen, aus welchen Kreisen sie stammte.
Ich stiftete
einen Pokal für das‚ Hilfsbereiteste Mädchen‘ und weiß
nicht, wie oft sie ihn gewonnen hat. Sie war einfach so. Sie
blieb immer im Klassenzimmer zurück, um beim Aufräumen zu
helfen und die Bücher einzusammeln. ‚Kann ich noch etwas
tun, Mr. Sweet?‘
Genauso hat
sie sich auch bei anderen Kollegen verhalten – bis man ihr
irgendwann mal sagte: ‚Weißt du was, Diana, geh doch einfach
spielen.‘
Gelegentlich
hatte man den Eindruck, dass ihre Hilfsbereitschaft einfach
zu weit ging. Aber sie war kein Lehrerliebling. Bei den
jüngeren Mädchen und bei ihren Klassenkameradinnen war sie
äußerst beliebt.
Diana hat sich
stark für Prinz Andrew interessiert. In den Ferien hat sie
ihn oft getroffen. Auf ihrem Schreibtisch hatte sie Fotos
von ihm, und einmal – ich sehe sie noch vor mir – sagte sie:
‚Mr. Sweet, wenn ich groß bin, heirate ich Prinz Andrew.‘ –
‚Wirklich, Diana?‘ – ‚Ja, ich werde ihn heiraten, er ist
mein Freund.‘“
Reverend
Sweet erinnert sich, dass Diana immer gern geholfen hat, den
Gottesdienst vorzubereiten.
„Damals habe
ich das einfach ihrer Hilfsbereitschaft zugeschrieben, aber
heute vermute ich, dass sich darin bereits eine latente
Religiosität gezeigt hat. Ich weiß nicht, ob das durch ihre
Situation zu Hause entstand – wenn Menschen ein solches
Trauma erleben, dann werden sie entweder sehr verbittert und
wenden sich gegen die Religion und die Idee Gottes, oder sie
werden viel empfänglicher für eine religiöse Entwicklung.
Und ich glaube, Diana hat im Stillen diesen Weg
eingeschlagen.“ |
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